Dankbar für kleine Dinge

DANKBARKEIT

Dankbarkeit ist Medizin für Lebensfreude. Eine Medizin gegen das Unzufrieden-Sein oder gar gegen das Unglücklich-Sein. Es gibt die Beobachtung, dass Menschen mit einem stark entwickelten Sinn für Dankbarkeit kaum unter seelischen Störungen leiden. Dankbarkeit fördert die psychische Gesundheit. Dankbarkeit fördert die Freude am Leben. Im Griechischen gehört das Wort für Dankbarkeit zur Wortfamilie von Wörtern, die „Freude“ ausdrücken. Da wird schon rein sprachlich der Zusammenhang von Dankbarkeit und Freude sichtbar.
Dankbarkeit ist mehr, als nur „Danke“ zu sagen. Dankbarkeit umfasst den ganzen Menschen. Es ist eine Lebenshaltung. Dankbarkeit prägt mein Lebensgefühl. Dankbarkeit prägt auch meinen Glauben. Die Gebete eines dankbaren Menschen unterscheiden sich mit Sicherheit von den Gebeten eines undankbaren Menschen. Dankbarkeit prägt darüber hinaus meinen Umgang mit anderen Menschen. Dankbarkeit umfasst mein ganzes „Sein“. Dankbarkeit gibt meinem Leben eine positive Ausstrahlung.

Dankbare Menschen sind Menschen, die wir als angenehm empfinden. Wir sind gern mit ihnen zusammen. Es sind Menschen, in deren Umgebung man sich wohl fühlt, die eine positive Ausstrahlung haben und um die herum, man weiß gar nicht wie, ein gutes „Betriebsklima“ entsteht. Selbst in schwierigen Situationen werden sie nicht in eine passive Jammerhaltung verfallen, alles nur noch schlimm finden und beklagen, wie schlecht es ihnen geht. Sie werden sich vielmehr der Situation konstruktiv stellen und sie mit einer gewissen Zuversicht durchstehen.

Dankbarkeit empfinden wir zuallererst, wenn wir gute Dinge erleben. Wir sind dankbar für die Bewahrung, die wir auf den Straßen erleben. Wir sind dankbar, wenn unsere Kinder sich positiv entwickeln. Wir freuen uns über schönes Wetter, wenn wir ein Fest im Freien geplant haben oder über ein unverhofftes Geschenk. So könnte man ganz schnell zu dem Schluss kommen, dass dankbaren Menschen einfach viel Gutes in ihrem Leben widerfahren ist.

Doch wenn wir einmal konkret überlegen, welche Menschen in unserer Umgebung wir als dankbar und welche als undankbar bezeichnen würden, dann werden wie eine erstaunliche Feststellung machen: Menschen, denen es gut geht, sind nicht unbedingt die, die auch dankbar sind. Und bei Menschen, denen es aus unserer Sicht schlecht geht, können wir manchmal eine tiefe Dankbarkeit finden.

Zur Dankbarkeit gelangt man, wenn man seine Grundeinstellung zum Leben überdenkt. Doch darüber hinaus gibt es auch ganz praktische Hilfen, um Dankbarkeit einzuüben.

– eine Dankliste schreiben
– Danklieder singen oder anhören
– einen Dankspaziergang
– ein Danktagebuch
– ein Dankgebet

Wenn ich so – auf welche Art auch immer – Dankbarkeit einübe, wird das zu einer Grundhaltung der Dankbarkeit in meinem Leben führen und ich werde verinnerlichen, was Dankbarkeit letztlich ist.

(Verfasser: Ulla Schaible)

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